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2. PiT-Landestreffen

27. Oktober 2025 – 2. PiT-Landestreffen in Dresden – Austausch, Analyse und Ausblick

In der Collage ist links ein zahlreiches Publikum, dass zu den Referierenden nach vorne schaut und rechts ein Flipchart zur Begrüßung beim PiT-Landestreffen Sachsen.
© Institut B3
Zwei Männer stehen am Ende des Raumes und reden mit einem Mikrofon. Zahlreiche Menschen im Publikum schauen zu ihnen.
Sven Forkert, Geschäftsführer LPR und Matthias Böhme, Leiter Referat 33 (Grundsätze, Qualitätsentwicklung, Bildungsmonitoring, Internationales) im SMK  © Institut B3

Am 27. Oktober 2025 trafen sich im Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK), PiT-Akteurinnen und -Akteure aus den regionalen Steuerungsgruppen sowie von Landesebene zum 2. Landestreffen »Prävention im Team (PiT)«.

Ziel war es, aktuelle Entwicklungen zu reflektieren, Ergebnisse aus Forschung und Praxis zusammenzuführen und gemeinsame Perspektiven für die Weiterentwicklung der Landesstrategie PiT zu formulieren.

Bildungsland Sachsen 2030

Matthias Böhme, Leiter Referat 33 (Grundsätze, Qualitätsentwicklung, Bildungsmonitoring, Internationales) im SMK, stellte in seiner Präsentation den aktuellen Stand zur Strategie »Bildungsland Sachsen 2030« vor und ging insbesondere auf Aspekte von Prävention und Gesundheitsförderung ein, welche als Querschnittsaufgaben - insbesondere im Zusammenhang mit Schulqualität, Lernkultur und Chancengerechtigkeit – in der Strategie verankert sind.

Ein Mann hält einen Vortrag vor einem Publikum. Seine Präsentation wird an die Wand projiziert.
Matthias Böhme, Leiter Referat 33 (Grundsätze, Qualitätsentwicklung, Bildungsmonitoring, Internationales) im SMK  © Institut B3

Ergebnisse der Metaanalyse der PiT-Kinder- und Jugendbefragungen

Sindy Krambeer, ausgebildete Diplom-Psychologin und als Business Coach, Konfliktmoderatorin sowie Moderatorin tätig, stellte erste Zwischenergebnisse der Metaanalyse der PiT-Kinder- und Jugendbefragungen vor. Die Untersuchung fasst die seit dem Jahr 2013 in Sachsen analysierten Teilergebnisse zusammen, um übergreifende Muster jugendlicher Problemverhaltensweisen sowie zentrale Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren.

Eine Frau vor einem Publikum einen Vortrag. Ihre Präsentation wird an die Wand projiziert.
Sindy Krambeer, ausgebildete Diplom-Psychologin, Business Coach, Konfliktmoderatorin sowie Moderatorin   © Institut B3

Fokusgruppen zur Erstellung eines PiT-Manuals

Am Nachmittag stand das PiT-Manual als künftiges Landeskonzept im Fokus. In drei Fokusgruppen diskutierten die Teilnehmenden zu den Themen Selbstverständnis, Prozessdarstellung, Begleitung und Koordination sowie Evaluation und Weiterentwicklung von PiT. Die Gespräche verliefen engagiert und teils kontrovers.

Deutlich wurde, dass es weiteren Abstimmungsbedarf gibt. In den kommenden Monaten wird die Redaktionsgruppe u.a. die Ergebnisse bündeln und einen Entwurf erarbeiten.

Was ist Prävention im Team (PiT) für uns?

An einer Pinnwand sind gelbe Kärtchen mit Antworten zur Frage "Was ist dieses PiT?"
© Institut B3
An einer Pinnwand sind gelbe und weiße Karten zur Prävention im Team.
© Institut B3

Begleitung und Koordination

An einer Pinnwand hängen bunte Karten als Antwort auf die Frage nach Begleitung und landesweiten Koordination im Rahmen von PiT.
© Institut B3

Evaluation und Weiterentwicklung

An einer Pinwand hängen weiße Karten mit Antworten zu Fragen nach Evaluation und Weiterentwicklung in Bezug auf PiT.
© Institut B3

Praxisbeispiele aus den Regionen, Arbeit mit den Ergebnissen der Kinder- und Jugendbefragungen

Zum Abschluss des Landestreffens gaben Annett Meylan, Jugendamtsleiterin im Landkreis Zwickau und Sören Klapper, Jugendhilfeplanung im Landratsamt Meißen, Praxiseinblicke in die Arbeit mit den Ergebnissen der PiT-Kinder- und Jugendbefragung in ihren Landkreisen.

Im Jugendamt des Landkreises Zwickau arbeiten insb. die fünf Sozialraumkoordinatoren aus dem Sachgebiet Prävention mit den Befragungsergebnissen und stimmen sich zu diesen und ihrer Priorisierung eng mit den lokalen Netzwerken ab. Die Ergebnisse dienen der Orientierung bei der Auswahl geeigneter Präventionsprogramme und sind somit Ausgangspunkt für eine bedarfsgerechte, langfristige und nachhaltige Präventionsarbeit mit direktem Sozialraumbezug.

Eine Frau steht mit einem Mikrofon in der Hand. Dahinter wird ihre Präsentation an die Wand projiziert.
Annett Meylan, Jugendamtsleiterin im Landkreis Zwickau  © LPR

In Meißen wurden Gebietsteams gebildet und es ist vorgesehen Gebietsprofile auf Grundlage der Befragungsdaten zu entwickeln, Bedarfe fortzuschreiben und bestehende Fachpläne zu evaluieren. Die Ergebnisse der Befragung dienen als zentrale Datengrundlage für eine sozialräumlich orientierte und bedarfsbezogene Jugendhilfe- und Präventionsplanung, die künftig stärker an regionalen Lebenswelten ausgerichtet wird.

Ein Mann hält einen Vortrag mit einem Mikrofon in der Hand und hebt dabei einen Finger. Hinter ihm wird seine Präsentation an die Wand projiziert.
Sören Klapper, Jugendhilfeplanung im Landratsamt Meißen  © LPR

Fazit

Das 2. PiT-Landestreffen machte einmal mehr deutlich, dass erfolgreiche Prävention nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten – ausgehend von der in den regionalen Kooperationsvereinbarungen verbindlich geregelten Zusammenarbeit – gemeinsam Verantwortung übernehmen.

»Prävention im Team« lebt von dem gemeinsamen Anspruch aller Beteiligten – ob auf Landes- oder Regionalebene – an einem Strang zu ziehen, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen. So bleibt PiT ein lernendes kooperatives System, das auf Vertrauen, Offenheit und gemeinsamer Weiterentwicklung – und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen – beruht.

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