Detail Präventionsangebot
Gewalt – „Miteinander statt Gegeneinander – Auseinandersetzungen im Fußball“
Träger / Einrichtung Arbeiterwohlfahrt Soziale Dienste Chemnitz und Umgebung gGmbH
Die zentrale Herausforderung besteht darin, dass im Umfeld von Fußballspielen und Fan-Kulturen zunehmend Gewalt- und Störereignisse auftreten, die sowohl öffentliche Sicherheit als auch demokratische Teilhabe gefährden. So zeigt eine Untersuchung des ifo?Institut (2022), dass an Tagen mit Spielen der ersten bis dritten Liga in Deutschland die Zahl der Gewalttaten in Städten um etwa 21,5 % über dem sonst zu erwartenden Niveau liegt.
In einer anderen Studie wird ein Anstieg um rund 17 % der Gewalttaten gezählt und jährliche soziale Kosten in Millionenhöhe genannt.
Als Ursachen lassen sich mehrere Faktoren identifizieren: Erstens spielt die Gruppendynamik eine große Rolle — Fans begreifen sich oft als soziale Identitätsgruppe, wofür Außengruppen (z. B. gegnerische Fans, Polizei) als Bedrohung wahrgenommen werden. Zweitens fehlen häufig Angebote der Prävention und niedrigschwelligen sozialpädagogischen Begleitung in der Fankultur. Drittens wirken strukturelle Aspekte mit: etwa Alkohol- und Pyrotechnikgebrauch, Rivalitäts- und Derbysituationen mit hoher emotionaler Ladung sowie prekäre soziale und bildungsbezogene Lebenslagen vieler junger Fans. Darüber hinaus führt eine übermäßige Kontrolle und Wahrnehmung der Fans als „potenzielle Gewalttäter“ zur Entfremdung und erschwert Beteiligung und Delegitimierung der Fanarbeit.
Zielgruppen
- Kinder / Jugendliche
- außerschulisch, berufsbildende Schulen, Klasse 5, Klasse 6, Klasse 7, Klasse 8, Klasse 9, Klasse 10, Klasse 11, Klasse 12
Maßnahmen / Methoden
Der Workshop wird im Rahmen der Sozialpädagogischen Gruppenarbeit mit einem breiten Spektrum an Methoden durchgeführt (gruppendynamischen Übungen, Gesprächs- und Doskussionsrunden, Bildungsfahrten), welche vom Vorgespräch und dem Bedarf abhängig sind.
Rahmenbedingungen
Zielgruppe: Schüler:innen an Oberschulen, Gymnasien, Berufsbildenden Schulen im Alter von 12-18 Jahren
Workshopdauer ca. 180 Minuten (mit Pausen), Ort nach Absprache
Kostenbeschreibung
kostenfrei
Kooperationspartner
Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe